Beginn des sachgrundlos befristeten Beschäftigungsverhältnisses

 

 

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm hat entschieden (LAG Hamm, Urt. v. 16.02.2018 - 1 Sa 1476/17):

Vereinbaren Ausbilder und Auszubildender vor Abschluss des Berufsausbildungsverhältnisses ein sachgrundlos befristetes Anschlussarbeitsverhältnis, das nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung beginnen soll, so beginnt das Arbeitsverhältnis nach allgemeinen Auslegungsgrundsätzen trotz der Fiktion einer Beendigung des Ausbildungsverhältnisses in § 21 Abs. 2 BBiG in dem Moment der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses regelmäßig erst am Tag, der auf die Beendigung des Ausbildungsverhältnisses folgt.

Ergänzende Hinweise

Eine sachgrundlose Befristung ist nach geltendem Recht bis zu einer Dauer von zwei Jahren möglich. Innerhalb dieser zwei Jahre kann eine Befristung bis zu dreimal verlängert werden. Der Gesetzgeber plant aktuell, die zwei Jahre auf 18 Monate zu verkürzen und eine Verlängerung der sachgrundlosen Befristung nur noch einmalig zuzulassen.

(Veröffentlichungsdatum: 12.05.2018)

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ETL Rechtsanwälte GmbH, Köln

 


Rechtsanwalt, LL.M., Fachanwalt für Arbeitsrecht
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