Benotung eines Arbeitnehmers in einem Arbeitszeugnis

 

 

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln hat entschieden (LAG Köln, Urt. v. 16.12.2016 - 4 Sa 353/16):

Eine aufgrund einer Leistungsbeurteilung gezahlte leistungsorientierte Bezahlung führt jedenfalls dann nicht zu einer Selbstbindung des Arbeitgebers hinsichtlich einer überdurchschnittlichen Leistungsbewertung im Zeugnis, wenn die der Zahlung zugrundeliegende Beurteilung zu dem Ergebnis "Aufgaben erfüllt [Normalleistung]" gelangt ist.

Die in einem Arbeitszeugnis enthaltene sehr gute Bewertung der von der bewerteten Arbeitnehmer erbrachten Arbeitsergebnisse rechtfertigt nicht die Annahme, allein eine überdurchschnittliche Gesamtbeurteilung stelle sich als leistungsgerecht dar. Denn die Arbeitsergebnisse stellen lediglich einen Teilbereich der in einem Zeugnis bewerteten Gesichtspunkte dar.

Ergänzende Hinweise

Schon die Vorinstanz (ArbG Bonn, Urt. v. 16.12.2016 - 4 Sa 353/16) hatte die Klage abgewiesen. Die Revision wurde nicht zugelassen. Der Zeugnisanspruch ergibt sich aus § 109 GewO.

Siehe auch die Anm. von Kossakowski, DB 2017, 2040.

(Veröffentlichungsdatum: 28.09.2017)

Autor(en)


Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht
ETL Rechtsanwälte GmbH, Erfurt

 


Rechtsanwalt
ETL Rechtsanwälte GmbH, Köln

 
 

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