Die Wiedereingliederung in der privaten Krankenversicherung und der Unterschied Krankengeld / Krankentagegeld

 

 

Es ist weitläufig bekannt, dass im Falle der Arbeitsunfähigkeit ein Krankentagegeld von der Krankenversicherung gezahlt wird. Zumeist nicht unterschieden wird zwischen dem Begriff des Krankentagegelds und dem Begriff des Krankengeldes, diese werden oftmals synonym verwendet. Der Unterschied besteht darin, dass in der gesetzlichen (Kranken-)Versicherung nach dem Zeitraum der Entgeltfortzahlung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz das Krankengeld gewährt wird, das Krankentagegeld ist ein Begriff aus dem privaten Krankenversicherungsrecht (private Krankenversicherung - PKV).

Zahlung von Krankengeld für max. 78 bzw. 72 Wochen

Was viele nicht wissen: Im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Dauer der Zahlung des Krankengeldes zeitlich beschränkt. Maximal werden 78 Wochen aufgrund derselben Krankheit gezahlt. Davon abgezogen werden müssen jedoch die 6 Wochen, welche ein Arbeitnehmer im Rahmen der Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber Geld erhält. Mithin besteht ein Gesamtanspruch von 72 Wochen.

Pufferzeit

Ebenfalls zu bedenken ist die sog. Pufferzeit von drei Jahren. Innerhalb von drei Jahren wird für dieselbe Krankheit nur die Gesamtwochenzahl von 72 Wochen Krankengeld geleistet, auch wenn zwischen den Krankheiten wieder gearbeitet wurde.

PKV: Grundsätzlich keine Höchstgrenze

Das Krankentagegeld als private Versicherungsleistung wird grundsätzlich ab dem ersten Tage der Arbeitsunfähigkeit gezahlt, und wird, je nach abgeschlossener Versicherungspolice, zeitlich unbefristet geleistet.

Problem: Wiedereingliederung

Nach längerer Krankheit, möglicherweise auch nach einem Rehaaufenthalt, empfiehlt es sich, im Rahmen einer möglichen Wiedereingliederung, sich sukzessive wieder an das Berufsleben heranzutasten. Die gesetzlich Versicherten bekommen dabei Unterstützungsleistung von ihrer Krankenkasse.

Nachteile bei der PKV

Ein großer Nachteil besteht bei der privaten Krankenversicherung: Sobald die Möglichkeit besteht, wieder am Arbeitsleben teilzunehmen, ist der Anspruch auf Krankentagegeld nicht mehr gegeben. Auch sind keinerlei andere Leistungen für den Privatversicherten zu erlangen. Von der Rechtsprechung wird die Wiedereingliederung nach dem sogenannten Hamburger Modell als arbeitsrechtliche Tätigkeit eingestuft, mithin entfällt der Anspruch auf Krankentagegeld. Hier liegt alos eine gefährliche Versicherungslücke vor; diese sollte bei Abschluss der Versicherung bedacht werden.

Bei Fragen zu diesem Thema sprechen Sie mich gerne an.  Teilweise gibt es gute Lösungsmöglichkeiten mit den Krankenversicherern, denn auch diese haben durchaus großes (finanzielles) Interesse daran, dass Sie wieder in Ihrem Beruf Fuß fassen können.

(Veröffentlichungsdatum: 18.06.2016)

 

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