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Steuern im Profisport

Vorsteuer bei Spielervermittlern

Profibasketballvereine sind umsatzsteuerpflichtige Unternehmer und gewerbliche Betriebe zugleich. Sie bedienen sich zur Spielersuche Spielervermittlern. Diese stellen für ihre umsatzsteuerpflichtigen Leistungen entsprechende Rechnungen. Vereine wollen die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen.

Steuerliche Einordnung

Vereine können einen Vorsteuerabzug aus Rechnungen von Spielervermittlern haben. Der Vorsteuerabzug ist nur zulässig, wenn der Verein und nicht ausschließlich der Spieler Leistungsempfänger ist. Dazu bedarf es aber konkreter Umstände, aus denen sich ergibt, dass sich der Verein nicht nur auf die Entgegennahme von Spielerangeboten beschränkte, sondern selbst Spielervermittler mit Maklerdienstleistungen beauftragt hat. Wird der Spielervermittler nur als Berater  oder Vertreter eines Spielers angesprochen und tätig, fragt der Verein keine Maklerdienstleistungen ab, so dass die Vorsteuer nicht abgezogen werden kann.

In der aufgrund der Zurückverweisung erforderlichen Nachfolgeentscheidung des FG Düsseldorf hat dieses den Vorsteuerabzug im Großteil der Fälle zugelassen, weil ein unmittelbarer Leistungsaustausch zwischen Verein und Spielervermittler bestand. Das ergäbe sich etwa aus den Zeugenaussagen, wonach es aufgrund der Gepflogenheiten im Profi-Fußball praktisch unmöglich sei, einen Spieler am Spielervermittler vorbei für den Verein zu gewinnen. Im Einzelfall kann der Vorsteuerabzug aber teilweise nur anteilig zugelassen werden, wenn sich etwa die Zahlung des Vereins als Entgelt von Dritter Seite für Leistungen gegenüber den Spielern darstellt. Diese Fälle sind gegeben, wenn der Spieler aufgrund der vertraglichen Vereinbarung mit dem Spielervermittler ein Entgelt für die Vermittlungsleistung zu zahlen hat.

Entscheidend kommt es damit darauf an, dass der Verein dem Finanzamt darlegt, dass er maklerähnliche Dienstleistungen in Anspruch genommen hat.

Rechtliche Grundlage

§ 15 UStG; BFH, Urteil vom 28. August 2013 – XI R 4/11, FG Düsseldorf, Urteil vom 27. April 2015 – 1 K 3636/13 U

(Letzte Aktualisierung: 29.05.2015)

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