Wirecard - Schadensersatz für geschädigte Anleger

ETL Rechtsanwälte prüfen potentielle Ansprüche

Das im Börsenindex DAX gelistete Unternehmen Wirecard hat am 25.06.2020 Insolvenzantrag gestellt. Die Vorgeschichte liest sich wie ein Krimi: Schon seit Jahren gibt es Berichte über Unregelmäßigkeiten. Konkret warf 2019 die Financial Times u.a. erfundene Umsätze in erheblichen Ausmaß vor. Wirecard hatte dies stets zurückgewiesen und ging gegen die Berichterstattung vor. Selbst die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) stellte sich schützend vor Wirecard und verbot u.a. Leerverkäufe der Aktie.

Eine durch KPMG durchgeführte Sonderprüfung brachte dann im April 2020 statt Entkräftung der Vorwürfe die Erkenntnis, dass Wirecard die Prüfung durch Nichtvorlage von Belegen behinderte.

Falsche Bilanzierung

Am 18.06.2020 hat das Unternehmen n einer Ad-hoc-Meldung erhebliche Unregelmäßigkeiten in Buchführung und Bilanzierung eingeräumt,  u.a. sollen 1,9 Mrd. EUR (ca. ein Viertel der Bilanzsumme und zugleich ein Großteil des Eigenkapitals) fehlen. Derzeit ist noch unklar, ob das Geld tatsächlich nie existiert hat oderveruntreut wurde. Der Jahresabschluss 2019 wurde erneut verschoben, nachdem die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY (ehemals Ernst & Young) das Testat verweigerte.

Die Rolle des Wirtschaftsprüfers

Das Erstaunliche: EY hatte die Abschlüsse der Vorjahre stets ohne Beanstandungen testiert, obwohl nach den derzeit verfügbaren Erkenntnissen die fehlenden Milliarden schon länger unrichtig in der Bilanz ausgewiesen sein sollen und auch die anderen Vorwürfe bekannt waren. Erst nach der KPMG-Prüfung hatte dann wohl auch EY genauer hingeschaut.

Schaden der Anleger durch Kursverluste

Der Kurs der Wirecard-Aktie fiel binnen weniger Tage um über 95%. Anleger fragen sich nun berechtigt, ob Schadensersatzansprüche bestehen. Diese sind immer dann denkbar, wenn ein Kapitalanleger mit Wirecard Verlust erlitten hat und ein Wertpapier im konkreten Fall bis zur Ad-hoc-Meldung am 18.06.2020 10:43 Uhr erworben wurde. Ansprüche können sowohl geschädigte Aktionäre haben als auch Inhaber der von Wirecard herausgegebenen Anleihe oder anderer Derivate.

Gegen wen sich Ansprüche richten, wird zu prüfen sein und hängt ggf. auch noch von den weiteren Ermittlungen der Behörden ab: neben der – allerdings wohl insolventen – Gesellschaft selbst kommen die Vorstände und deren D&O-Versicherungen in Betracht. Ins Blickfeld rückt zunehmend auch die Tätigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY, deren Prüfer in den vergangenen Jahren möglicherweise nicht sorgfältig genug tätig waren: ein schon vor Jahren verweigertes Testat hätte wohl viele Anleger vor erheblichen Schaden bewahrt. Auch die BaFin sind Versäumnisse vorzuwerfen. Schließlich haften möglicherweise auch Bankberater, die ihren Kunden ohne vollständige Aufklärung Aktien von Wirecard empfohlen haben, genauso wie Fondsmanager, die noch Aktien erworben oder sich nicht von diesen getrennt haben, als bereits erhebliche Zweifel an den Geschäftszahlen bestanden.

Unser Angebot

Geschädigten Anlegern bieten wir eine erste Einschätzung möglicher Schadensersatzansprüche.

Ihr Ansprechpartner bundesweit:

RA Dr. Mario Hoffmann

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