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Außerordentliche Kündigung wegen Drohung mit Krankschreibung

Zur notwendigen Interessenabwägung
Außerordentliche Kündigung wegen Drohung mit Krankschreibung
Aktuelles
22.07.2021

Außerordentliche Kündigung wegen Drohung mit Krankschreibung

Zur notwendigen Interessenabwägung

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Mecklenburg-Vorpommern hat im Leitsatz wie folgt entschieden (LAG Mecklenburg-Vorpommern, Urt. v. 04.05.2021 – 5 Sa 319/20):

„1. Die Drohung, sich krankschreiben zu lassen, falls die Schichteinteilung nicht wie gewünscht erfolgt, stellt eine schwerwiegende Verletzung der arbeitsvertraglichen Rücksichtnahmepflicht dar, die eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen kann.

2. Dennoch kann die Interessenabwägung zugunsten des Arbeitnehmers ausgehen, wenn die Drohung mit der Krankschreibung auf einem innerbetrieblichen Konflikt zwischen Arbeitnehmern beruhte, auf den der Arbeitnehmer bereits mit einer Eigenkündigung reagiert hat, und das Arbeitsverhältnis deshalb in Kürze endet.“

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Steffen Pasler
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht

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Dr. Uwe P. Schlegel
Rechtsanwalt

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